Wort und Klang Küche

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Der DJ wird es schon richten! Sample, Track, Scratch, Pitcher ... immer wieder gelangen Begriffe der DJ-Culture ins öffentliche Bewusstsein, also ins bürgerliche Feuilleton. Zuletzt war es der Begriff Remix: The Ring Remixed (Tanztheater), Der Mann ohne Eigenschaften - Remix (Hörbuch), Afrika remix (Kunstausstellung), Deutsche Grammophon Recomposed (E-Musik). Max und Moritz Reloaded (Film). Wenn ein Werk nicht mehr für sich zu wirken scheint, dann wird eben schnell ein Remix gemacht. Immer in der Hoffnung, dass der Remix Lust auf das Original macht.

Aber was ist das eigentlich? Ein Remix? Ein Re-Mix? Und lässt sich diese Technik aus den Produktionsstudios der PopMusik überhaupt übertragen auf andere kulturelle Bereiche? Auf Jazz, E-Musik, auf die Literatur? Und was ist dann noch neu an diesen Verfahren, das einen neuen Namen nötig machte, Remix? Was nicht mit Montage, Arrangement, Pastiche, Cut-up, Collage hinreichend beschrieben wäre?

Eine Spurensuche in Musikstudios, Softwareschmieden, an Schreibtischen von Schriftstellern, Literaturwissenschaftlern, Komponisten und (Pop-)Journalisten. Ein Feature auf der Suche nach dem Remix als (neue?) Kulturtechnik.